Ernest Wichner

Geboren 1952 in Guttenbrunn, Banat/Rumänien. Abitur 1971 in Temeswar. 1973–1974 Studium an der Universität Temeswar (Deutsch/Rumänisch). Auswanderung nach Deutschland 1975. 1977–1982 Studium der Germanistik und Politologie an der FU-Berlin. Ab 1988 stellvertretender Leiter des Literaturhauses Berlin, seit 2003 dessen Leiter. Autor, Übersetzer, Literaturkritiker. Ernest Wichner stellt in Erlangen Oskar Pastiors Gellu Naum-Übersetzung vor. Gellu Naum (1915–2001) gilt als der bedeutendste rumänische Dichter der Nachkriegszeit. In Bukarest gründete er mit Ghérasim Luca, Dolfi Trost und Virgil Teodorescu die rumänische Surrealisten-Gruppe. Nach dem Verbot der Gruppe 1947 übersetzte Gellu Naum u. a. Diderot, Stendhal, Hugo, Verne, Gracq, Prevert, Char, Kafka und Beckett. Oskar Pastior übersetzt seine sämtlichen Gedichte. Die Übersetzung erscheint Ende 2006 bei Urs Engeler in Basel. Der Lyriker, Übersetzer und Herausgeber der Pastior-Werkausgabe, Ernest Wichner, stellt dieses Buch vor. (A. LS.)

Teilnahme in den Jahren: 2006
Übersetzte Sprachen: Rumänisch

Auszeichnungen u. a.: Förderpreis zum Marburger Literaturpreis (1987), Förderpreis zum Anton Gryphius-Preis (1991), Lyrik-Stipendium der Stiftung Niedersachsen (1997), Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz „Deutsche Reise nach Plovdiv“ (2000), Preis für Europäische Poesie der Stadt Münster (2005)