Wolfgang Tschöke

Geboren 1947 in Kaiserslautern, studierte Germanistik, Romanistik und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der FU Berlin, in Aix-en-Provence und Paris. Seit 1985 Herausgeber und Übersetzer französischer Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts. Von 1977 bis 2009 Auslandsaufenthalte in Salamanca, Barcelona, Paris, London, Abidjan (Elfenbeinküste) und Nancy. Seit 2009 lebt Wolfgang Tschöke in Berlin. Seit nunmehr zehn Jahren übersetzt er François Rabelais’ Renaissance-Romanzyklus „Gargantua et Pantagruel“. Rabelais’ raubauzige Riesengeschichten beschreiben eine Welt im Aufbruch. Seinen Ruf als „Zotenreißer, gottloser Spötter und grotesker Dreck-Apotheker“ (Hermann Hesse) hat sich der polyglotte „Wortweltenerbauer“ redlich verdient. Mit Sprachwitz und Gelehrsamkeit parodiert Rabelais die Erzählwelt der Ritterromane. Mit der Übersetzung erfüllt sich Wolfgang Tschöke einen lange gehegten Traum. In mühevoller Kleinarbeit legt er die Tiefenstruktur der kunstvoll verknüpften Geschichten frei.

Teilnahme in den Jahren: 2014
Übersetzte Sprachen: Französisch
Übersetzte Autoren: Cyrano de Bergerac, Émile Zola, François Rabelais, Louis Sébastien Mercier, Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos, René Sedillot, Voltaire